Bereits im November 2016 beim "So geht's - 14. Treffen der kommunalen Jugendvertretungen" wurde der Wunsch nach einem Dachverband laut. Eine Verbesserung der Kommunikation untereinander, Unterstützung bei der Neugründung kommunaler Jugendvertretungen und anderer jugendpolitischer Beteiligungsformen, eine stärkere und einheitliche Vertretung gegenüber der Landespolitik und eine Vorbildfunktion für mögliche Dachverbände auch in anderen Bundesländern – das erhofften sich die Jugendlichen durch eine Dachverbandsgründung. Am 17.06.2017 wurde schließlich eine Satzung verabschiedet und der "Dachverband der kommunalen Jugendvertretungen Rheinland-Pfalz" als Verein gegründet. Seit dem Frühjahr 2021 wird der Dachverband durch eine Geschäftsstelle unterstützt. Der Dachverband ist in stetigem Austausch mit Jugendvertreter:innen, politischen Akteur:innen und Fachkräften, organisiert Treffen und Workshops für engagierte junge Menschen, berät bei Gründungen und anderen Themen und repräsentiert Jugendvertretungen und andere Initativen u.a. in Tagungen und Arbeitskreisen.


15. Dachverbandstreffen in Trier

Vom 24. bis 26. April 2026 trafen sich kommunale Jugendvertreter:innen aus ganz Rheinland-Pfalz zum 15. Dachverbandstreffen in Trier – unter dem Motto „Europa – Politik, die dich betrifft!"

Gestartet wurde mit einem offenen Austausch: Welche Projekte konnten die Jugendvertretungen erfolgreich umsetzen? Wo gab es Hürden? Und was steht als Nächstes an? Aus dem Dachverband gab es Berichte zu aktuellen Umfragen rund um Infrastruktur und Diversität, zur geplanten RLP-Tour im Herbst sowie zum laufenden Projekt „16 Wochen §16c".

Engagiert berichteten die einzelnen Jugendvertretungen von ihren Projekten vor Ort: von Kinoabenden und Jugendflohmärkten bis hin zu Jugendfesten, die den Austausch in ihren Kommunen stärken. Zu Gast waren außerdem vier Kommunalpolitiker:innen aus Trier, die mit den Jugendlichen über kommunale Klimapolitik, ÖPNV im ländlichen Raum und das Social-Media-Verbot diskutierten.

Highlight des Wochenendes war der Besuch im Erlebnis Europaparlament in Luxemburg. Interaktiv erkundeten die Teilnehmenden die Arbeit der Europaabgeordneten aus 27 Mitgliedsländern – und schlüpften anschließend in einem Planspielselbst in deren Rollen. Sie wurden in vier fiktive Fraktionen aufgeteilt und arbeiteten in Ausschüssen zu Klimawandel und digitalem Wandel zusammen. Sie schrieben Reden, verhandelten mit fiktiven Expert:innen und Bürger:innen, stellten ihre Vorschläge vor und stimmten schließlich im Plenum ab. Ein echter Einblick in die Frage: Wie entstehen eigentlich Gesetze in der EU?

Abgeschlossen wurde das Treffen mit einem Workshop zum Thema „Vor(ur)teile EU" – was bringt uns Europa, was nervt, und was hat das alles mit unserem Alltag zu tun?