Digitale Fachtagung - Jungen und die rechte Kampfsportszene

Besondere Herausforderungen in der pädagogischen Arbeit mit Jungen

am 11. November 2020 // 10.00 bis 13.00 Uhr

(ab 9.00 Uhr technischer Support möglich)

Die Fachstelle Jungenarbeit Rheinland-Pfalz bietet regelmäßig im Herbst eines Jahres im Auftrag des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz eine Fachtagung zu aktuellen Themen im Bereich Arbeit mit Jungen und jungen Männern an. Vor dem Hintergrund der Bestimmungen zur Corona Pandemie wird die diesjährige Fachtagung nicht als Präsenzveranstaltung, sondern in Kooperation mit medien.rlp - Institut für Medien und Pädagogik e.V. in Mainz, als interaktive digitale Version angeboten.

Auf der Suche nach Identität und Lebenssinn werden Jungen und junge Männer von ihrer Familiengeschichte, (Vor-) Bildern, Gleichaltrigen, Medien und Ereignissen geleitet. In krisenhaften Lebenssituationen wird mitunter schneller auf einen Männlichkeitsentwurf zurückgegriffen, der von Härte, Abwertung und Aggressivität gekennzeichnet ist.

Über das vergangene Jahrzehnt haben extrem rechte Organisationen gezielt in den Kampfsport der Szene investiert - durch den Aufbau eigener Events, Studios und Kleidungslabels. So entwickelte sich der Kampfsport neben dem Rechtsrock und dem Hooliganismus zur dritten Säule einer rechtsnationalistischen „Erlebniswelt“ . Im Kampfsport trainieren Neonazis ihre Fähigkeiten zur Gewaltanwendung, finanzieren ihre Szene und rekrutieren Nachwuchs mit einer Mischung aus rassistischem Hass und kampferprobter Männlichkeit. Prävention und Gegenstrategien kommen also nicht umhin, sich mit menschenfeindlichen Einstellungen und geschlechtlichen Anforderungen in jugendlich subkulturellen Räumen auseinanderzusetzen.

Diese digitale Fachtagung beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Ansätzen einer präventiven Jungenarbeit und ermöglicht hierzu einen Denk- und Diskussionsraum.

Referent:

Robert Claus: Projektleiter Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KoFaS gGmbH) in Hannover, jahrelange Mitarbeit an der Leibniz Universität Hannover bei Prof.Gunter A.Pilz,

Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Extreme Rechte und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Vielfalt und Antidiskriminierung
  • Fanszenen und Hooliganismus
  • Geschlechter- und Männlichkeitsforschung

 

Moderation:

  • Erwin Germscheid, Reiner Wanielik  -  Fachstelle Jungenarbeit RLP
  • Mario von Wantoch-Rekowski - medien.rlp, Institut für Medien und Pädagogik e.V. in Mainz



Die Veranstaltung wird durch das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz im Rahmen der Jugendstrategie JES! gefördert.

Nach erfolgreicher Anmeldung (max. Teilnehmendenzahl = 50) erhalten Sie ein paar Tage vor der Veranstaltung alle wichtigen Informationen und technischen Hinweise.

Die Konferenz findet auf einer ZOOM Plattform statt.

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